Der Rickenbacker 4003 – ein Klassiker

Rickenbacker war die erste Firma, die erkannt hat, dass an Leo Fender’s Idee vom elektrischen Bass als einem ernsthaften, eigenständigen Instrument wirklich etwas dran war.

Im Jahr 1957 brachte die kalifornische Firma ihr Modell 4000 heraus – den ersten E-Bass mit durchgehendem Hals.

Das Update mit zwei Tonabnehmern bekam den Namen 4001 (vorgestellt 1961). In den Händen von Paul McCartney und Chris Squire wurde vor Allem die „britische“ Version – der 4001S – zu einem echten Klassiker, besonders unter den melodiösen Bassisten.

1979 wurde der 4001 überarbeitet, und kam mit neuen Tonabnehmern und einem kräftigeren Halsstabsystem als der Rickenbacker 4003 heraus.

Mein Rickenbacker 4003 wurde 1987 gebaut.

Bis auf sein Palisandergriffbrett ist der 4003 ganz aus Ahorn gebaut. Der Hals geht die ganze Länge des Basses durch (sog. Through-Neck), der Körper wird an beiden Seiten des Halses angeleimt.

Interessant ist, dass Rickenbacker schon immer eine sehr rote Palisandersorte für seine Griffbretter benutzt. Die Griffbretter sind immer lackiert. Die Einfassungen sind komischerweise meistens niedriger als der Palisander dick ist.

Die Mechaniken kommen seit den späten Siebzigern vom deutschen Hersteller Schaller.

Rickenbacker benutzen ihre eigene Brückenkonstruktion mit einem eingebauten Dämpfer. Zum Einstellen der Oktavkompensation müssen leider die Saiten entspannt werden…

Neben der Ahornkonstruktion bilden auch die sehr speziellen einspuligen Tonabnehmer eine wesentliche Grundlage für den knurrigen Ton des 4003. Die meisten Bassisten bauen den störenden Metallbogen über dem Brückentonabnehmer ab (so auch der Vorbesitzer meines Basses).

Die silbermetallic Lackierung ist nicht sehr häufig, obwohl in den Mittachzigern genau so ein Modell das Titelbild von Rickenbackers Basskatalog war.

Ich spiele meinen 4003 zum Beispiel hier und hier.

5 Antworten zu Der Rickenbacker 4003 – ein Klassiker

  1. […] hopeanvärinen Rickenbacker (vm. 1987) meni Sans Amp Bass Driver DI -boksin kautta Pro […]

  2. […] silver Rickenbacker (made in 1987) went into the Sans Amp Bass Driver DI and from there into Pro […]

  3. Timo J sagt:

    Mich würde interessieren welche Farbvariante dieser Rickenbacker ist? Ist es ‚Silver‘? Angegeben ist, dass der Bass aus dem Jahr 1987 ist. Laut Wikipedia (engl) wurden die Bässe mit Silver-Finish nur von 1979 – 1984 hergestellt.

    Oder handelt es sich um eine andere Farbversion?

    GENAU diese Variante würde mich absolut interessieren. Zu sehen ist sie auch in folgenden zwei Videos:

    und

    • martinberka sagt:

      Hallo Timo,

      Mein Bass ist definitiv ein 1987er und definitiv silbern (er hängt gerade neben mir an der Wand) mit einem leicht gelblichen Stich (alternder Klarlack).

      Das Baujahr sieht man neben der Seriennummer – die bei Rickies eigentlich immer eindeutig ist – auch an den Trussrods, die beim 87er wieder am Kopfplattenende eingestellt werden.

      In den frühen Achtzigern hatte die Firma das System andersherum eingebaut, weshalb beim 4003 zu der Zeit das Schlagbrett zweiteilig war. Man brauchte so nur das Teil abzubauen, an dem der Halstonabnehmer befestig ist, um an die beiden Verstellmuttern dranzukommen.

      Auch die zusätzlichen zwei Holzschrauben am unteren Teil der Brücke sind typisch für die Zeit, da war denen das Blech für die Brücken zu dünn geraten🙂

      Ich hatte damals, als ich den Bass (gebraucht) erstanden hatte, per eMail bei Rickenbacker wegen der Farbe angefragt. Die Antwort kam prompt: „Das wird wohl’n Custom Job gewesen sein.“

      Im Endeffekt ist die Farbe ja total egal – ein Rickie ist ein Rickie, und klingt auch so. Und es gibt glücklicherweise bei Rickenbacker-Instrumenten auch keine „dunklen“ Phasen, wie zum Beispiel bei Fender in den 70ern und bei Gibson in den 70ern und frühen 80ern.

      Grüße aus Helsinki,

      Martin B

  4. martinberka sagt:

    PS:
    Vor ein paar Wochen gab’s in einem schweizer Bassforum auch schon ein leichtes Hin und Her wegen der Farbe meines Basses 🙂

    Ich sollte wohl mehr Bilder ohne Blitz machen😉

    Auf meinem zweiten, neueren Blog habe ich letzten Monat noch ein paar Sounds vom 4003 gepostet:
    http://kitarablogi.wordpress.com/2011/08/24/rickenbacker-4003-%E2%80%93-sounds/

    Gruß

    MB

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