Die Epiphone G-400 – ein wahres Preis-Leistungs-Monster

Als mein Jüngster vor anderthalb Jahren verkündete, er wolle auch Gitarre spielen (so wie mein ältester Sohn, und moi), wurde die Anschaffung eines eigenen, günstigen Instruments aktuell.

Inspiriert durch Guitar Hero war die Wahl des Modells für ihn nicht schwer: „Ich hätte am liebsten eine schwarze Explorer oder eine schwarze SG!“

Die Explorer habe ich ihm ganz schnell ausgeredet, denn er ist noch recht zierlich gebaut; und eine Exporer hängt wie ein Sofatisch am Hals. Also ’ne SG…

…und was liegt da näher, als eine Lizenzkopie der Gibson-Tochterfirma Epiphone?!

Ich entschied mich für die G-400, eine „ordentliche SG“ mit geleimtem Hals. Dieses Modell ist durch die Fertigung in Gibson’s eigenem Werk in China erstaunlich preiswert.

Die G-400 gibt es sowohl im klassischen kirschrot

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als auch in coolem schwarz

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Ich muss schon sagen, dass ich von dieser Gitarre richtig angetan bin. Die Qualität ist in dieser Preisklasse kaum zu überbieten. Die Gitarre brauchte nur neue Saiten – sonst hätte man sofort mit ihr auf die Bühne steigen können. Ich leihe mir die G-400 öfter zum drauf klimpern aus😉

Der Korpus unseres Exemplars ist aus vier nebeneinander liegenden Teilen Mahagoni zusammengeleimt. Der Hals ist ebenfalls aus Mahagoni, während das Griffbrett aus Palisander ist. Bei der G-400 wird das Griffbrett nicht mit cremefarbenem Plastik eingefasst, sondern mit Palisander (man muss sehr genau hinsehen, um das zu merken). Die Bünde sind sehr ordentlich verarbeitet.

Seit zwei-drei Jahren verwendet Epiphone auf fast allen E-Gitarren hochwertige Grover-Stimmmechaniken.

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Die Alnico V -Tonabnehmer aus firmeneigener Fertigung klingen erstaunlich gut, und sind gegen Rückkopplungspfeifen doppelt gewachst.

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Neuerdings hat Epiphone auch die Brücke und den Saitenhalter (Stopbar) dahingehend verbessert, als dass beide Teile jetzt mit Federdruck auf ihren Pfosten gehalten werden – selbst ohne Saiten. So kann nichts beim Saitenwechsel verrutschen, und den Korpus zerkratzen oder sonstwie andengeln.

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Die Les Paul ist zweifelsfrei die schönste Solidbody von Gibson/Epiphone, aber die SG meiner Meinung nach eindeutig die geilste! Der Body flach und stark konturiert, der Hals „schnell“ mit ungehindertem Zugang an den letzten Bund. Ein starker, voller Ton, der aber durch den resonanteren Korpus nicht so leicht zum Matschen neigt, wie bei der Les Paul. Sogar Country klingt auf einer SG super, weil sie mehr Höhen hat, als andere Gibson-Designs (außer der Firebird).

Angus Young, Tony Iommi, der frühe Santana, der frühe Mike Oldfield, Frank Zappa, George Harrison, Clapton bei Cream, Townshend bei Woodstock/Live in Leeds, Derek Trucks – need I say more? („Say no mow-wah! Nudge, nudge…“)

Mein einziger Kritikpunkt ist optischer Natur: Warum packt Epiphone bei den Gibson-Kopien unter den Modellen immer diese merkwürdig-klobige Kopfplatte drauf?

Hier ist noch ein Link zu einer photographischen Factory Tour.

2 Antworten zu Die Epiphone G-400 – ein wahres Preis-Leistungs-Monster

  1. phenomics sagt:

    Ich muss dir Recht geben, hatte mich auch vor geraumer Zeit wieder auf E-Gitarrensuche begeben und hätte mir selbst auch fast die G-400 geholt, entschied mich aber für die Paula. Und zur Explorer: Ein Kumpel von mir hat sich jetzt sogar extra ’ne Drittgitarre (nach 6 Jahren spielen) geholt, weil Er inzwischen Rückenschmerzen von der Explorer bekommen hat und Er ist keines Falls schmächtig.

    Wünsche dann dem Jüngsten viel Spaß mit seinem neuem Freund und Versüßer von vielen schönen Stunden🙂

  2. […] einer Vibramate-Montageplatte durchziehen. Die Gewindehülsen für den Stoptail-Saitenhalter der Epi saßen aber so locker im Holz, dass ich doch den traditionellen Weg direkt ins Holz gegangen […]

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